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«PortScale» wiegt in Echtzeit
02. April 2026
Kardex feiert die Markteinführung von «PortScale», einer Wägelösung für AutoStore Ports, die Technologien wie den Kardex IntuitivePickingAssistant (IPA), Barcode-Scanning, und Computer Vision kombiniert, um präzise und effiziente Kommissionierprozesse zu unterstützen.

Swiss Post Cargo wieder komplett
01. April 2026
Nachdem Stefan Luginbühl ad-interim die Leitung von Swiss Post Cargo wahrgenommen hatte, übernimmt dort nun zum 1.Juni Stefano Arganese die Leitung. In den zurückliegenden Jahren war Arganese zuletzt Chief Transformation Officer bei DHL Freight.

Vollerfassung bei der Durchfahrt
01. April 2026
Ein Start-up für industrielle Bildverarbeitung namens «invisium» lanciert mit «VisionPort embedded» ein Sortiment stationärer, multifunktionaler Scansysteme. Die Multi-Kamera-Lösungen können Transportladungen beim Durchfahren vermessen, zählen, Codes scannen, Etiketten lesen und Schäden identifizieren.

Dematic enthüllt «Command Center»
31. März 2026
Dematic besteht darauf, mit der Einführung eines «Command Centers» Lagerintelligenz neu zu definieren. Anlässlich der LogiMAT wurde die erklärtermassen im Lagerbetrieb hersteller-unabhängige Analyselösung mit Echtzeit-Einblicken und KI-gestützten Entscheidungen für zentralisierte Lagersteuerung enthüllt.

Statt starrer Fördertechnik
30. März 2026
Starr installierte Fördertechnik-Anlagen und Loops - oder eine Flotte intelligent gesteuerter mobiler Roboter, die Ladungsträger bis zu 50 kg in einem Materialfluss bewegen, der sich je nach Anforderung skalieren oder umdirigieren lässt? Die FastBots von SSI Schäfer passen sich flexibel den jeweiligen Bedingungen an.

Volle Ladung in zwei Stunden
30. März 2026
Die pünktlich zur LogiMAT präsentierten Lithium-Ionen-Akkus der «Clark Fusion»-Reihe sind nahtlos in alle E-Stapler des Herstellers integrierbar – von den kompakten 48-V-Drei- und Vierradstaplern der S-Series Electric (STE16-20, SE16-20) bis hin zu den grösseren 80-V-Geräten.

Auch für den Güterverkehr ein Gewinn
30. März 2026
Was hat der Bau einer Durchmesserlinie für die S-Bahn in Basel mit dem Güterverkehr zu tun? Ganz einfach, sagt Nationalrätin Florence Brenzikofer in einem «Basel vernetzt»-Interview der HKBB: für den Fern- und Güterverkehr entstehen oberirdisch mehr Kapazitäten, wenn die S-Bahn unterirdisch verkehrt.

Neue Assistenz-Funktionen
30. März 2026
Bevor der WJ 50, der neue Elektro-Hubwagen von Crown, mit zahlreicher Konkurrenz anderer Flurförderfahrzeug-Anbieter beim Internationalen Forklift oft the Year (IFOY) in die Endrunde geht, konnte er anlässlich der diesjährigen LogiMAT in Stuttgart nochmal in Augenschein genommen werden.

Warum die Kühllogistik cool bleibt
28. März 2026
Die temperaturgeführte Logistik hält unsere Gesellschaft am Laufen – oft unsichtbar, aber systemrelevant. Ob Lebensmittel oder lebenswichtige Medikamente: Ohne sie steht alles still. SVTL-Präsident Maroco Manzetti und Geschäftsführer Christian Pauli in einer Sonderbeilage des «Tagi» über Chancen, Risiken und die Zukunft der Branche.

Antizyklisch zum Erfolg verdammt
27. März 2026
«Angesichts der Weltlage war eigentlich nicht zu erwarten, dass wir die LogiMAT 2026 in allen Bereichen mit neuen Bestmarken beenden würden», resümiert LogiMAT-Messechef Michael Ruchty. «Aber im Markt hat sich offenbar das Bewusstsein durchgesetzt, dass man in Krisenzeiten antizyklisch agieren muss».
Humanoide hinken hinterher
WAGNER Schweiz AG
Humanoide hinken hinterher
25. März 2026
Transport und Logistik werden in kommenden Jahren noch vor Reinigungs- (13%), Krankenhaus- (21%) und Landwirtschafts-Robotern (10%) mit einem Anteil von 52 % am meisten von Automatisierung und Robotisierung profitieren. Humanoide hinken buchstäblich noch ein wenig hinterher, holen aber auf.

«Wieviel Mensch braucht das Lager der Zukunft?» Professor Alice Kirchheim, Leiterin des Fraunhofer IML, stellte sich zum Auftakt der diesjährigen LogiMAT in Stuttgart gemeinsam mit Experten der Frage, in welchem Umfang es überhaupt nötig sein wird, dem menschlichen Erscheinungsbild nachgebildete Kunstwesen zu entwickeln. Schliesslich gibt es inzwischen zahlreiche Automaten, mobile Helfer und «Blechkameraden», die in Transport- und Materialfluss-Prozessen – mit zunehmendem Erfolg - jeweils auf ganz bestimmte Anwendungsbereiche abgestimmte Tätigkeiten ausführen.
Prof. A.Kirchheim
«Wir werden noch einige Zeit brauchen, in der wir immer noch auf menschliche Aufgabenfelder angewiesen sind, die nicht durch Robotsysteme abzulösen sind», wirft Arne Flemming, Leiter des Segments Supply Chain Managements bei Bosch ein. Zwar hat Künstliche Intelligenz inzwischen Probleme wie die des Gleichgewichts und der Stabilität in grösserem Umfang gelöst, als etwa zur Jahrtausendwende noch einigermassen ungeschickte Balance-Übungen auf Forschungs-Ebene vermuten liessen. «Aber», ergänzt Flemming, «warum sollte ein Roboter überhaupt wie ein Mensch aussehen?»

An schätzungsweise jedem zehnten Ausstellerstand der LogiMAT tummeln sich inzwischen trotzdem humanoide Gestalten, die wahlweise Getränke einschenken, oder einen Schraubenzieher reichen, vorsichtshalber jedoch immer noch an einer Art Galgen aufgehängt sind, damit sie mit ihrem durch schwere Akkus bedingten erheblichen Gewicht nicht auf Zuschauende stolpern und Schadensersatz-Ansprüche hervorrufen könnten.
Komplette Armeen
Auf YouTube-Videos brillieren mittlerweise komplette Robot-Armeen vor allem in China mit Parade-Aktionen im Gleichschritt. «Von denen wissen wir aber nicht mal, ob die Video- Aufnahmen nicht zum Teil durch KI generiert oder `ergänzt´ werden», so Kirchheim. «Die Welt wird sich durch den Einsatz von Robotern nicht komplett verändern», meint Volker Jungbluth, Technik-Chef beim Maschinenbau- und Automatisierungs-Anbieter Beumer, der soeben eine EnterpriseLab- Kooperation mit dem Fraunhofer IML unterzeichnet hat.

Trotzdem wird konzentriert an Anwendungen gefeilt, die zwischen Bergbau, Gepäcksortier-, Intralogistikprozessen und Flughafen-Anwendungen ihren Sinn finden werden. Xia Huiling von Libiao Robotics schliesst sich der Auffassung auf dem Podium an, dass es vermutlich noch fünf bis sechs Jahre dauern wird, bis sich Handhabungs-Qualität und Stabilität von menschenähnlichen Designs soweit robust gestalten, dass sie in realen Umgebungen von Gewinn sein werden.
Praktikabilität beachten
Begleitet natürlich immer wieder von der Frage, ob es nötig ist, humanoide Designs zu entwerfen, die es einem Robot erlauben, die vielfachen Einsatzmöglichkeiten des Menschen zu ersetzen, der bis heute immer wieder eingreifen muss um den Maschinen-Boy einzurichten, ihn wieder aufzurichten, wenn er strauchelt, und seine Funktionalitäten zu warten. Die mobile Robotik schreitet hier mit fahrerlosen Transport-Systemen voran – «es wird aber nie jemand auf die Idee kommen, einen Humanoiden ans Steuer eines Autos zu setzen» (Jungbluth).

Um die Sache weiter voranzubringen, hat das Fraunhofer für Materialfluss und Logistik IML in einem White Paper das Potenzial für die Logistikbranche untersucht. Die Marktanalyse identifizierte rund 80 unterschiedliche Systeme, die sich in Mobilität,Sensorik und Software unterscheiden und macht einen stark fragmentierten, überwiegend von aussereuropäischen Anbietern geprägten Markt aus.

Insgesamt stehe die humanoide Robotik noch am Anfang ihrer Entwicklung, biete jedochlangfristig ein erhebliches Transformationspotenzial für die Logistik, so die Autoren. «Form folgt Funktion! Humanoide Roboter sind als flexible Mehrzweckroboter zu verstehen, die in für Menschen gemachten Umgebungen agieren können. Die Entwicklung der dafür notwendigen Fähigkeiten ist ein Ziel, das wir im Rahmen der Hightech-Agenda des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt umsetzen möchten», erklärt die Institutsleiterin am Fraunhofer IML.

«Die Studie zeigt, dass die Logistikbranche humanoide Roboter mit grossem Interesse sieht, aber auch mit einer realistischen Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstands. Rund drei Viertel der befragten Unternehmen erwarten einen produktiven Einsatz innerhalb der nächsten zehn Jahre. Aus Sicht der Unternehmen sollen humanoide Roboter nicht den Menschen ersetzen, sondern als flexible, generalistische Automatisierungs-Einheiten für bestehende Arbeitsumgebungen dienen.»
Die Zeit zu handeln sei jetzt: Betreiber, Integratoren und Hersteller seien gefragt, Testfelder aufzubauen, offene Standards und Partnerschaften voranzutreiben. Gleichzeitig müsse Europa stärker in die Entwicklung autonomer Systeme investieren, um seine Technologie-Souveränität sicherzustellen. Die an der Studie beteiligten Forschenden des Fraunhofer IML präsentier(t)en die Studienergebnisse an der LogiMAT in Halle 1, Stand1K61.
Hier die vollständigen Studienergebnisse

















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